Die Unwetter zerstörten innerhalb von drei Tagen rund 450 Häuser ganz oder teilweise, was 360 Familien betrifft. Viele Dörfer bleiben von der Außenwelt abgeschnitten, da 15 der 34 Provinzen, vor allem im Norden und Zentrum, schwer getroffen sind. Der Salang-Tunnel, eine Schlüsselverkehrsader nach Kabul, ist seit Tagen gesperrt.
Betroffene Regionen
Die Katastrophenschutzbehörde meldet vorläufige Zahlen, die durch Einsatzteams vor Ort noch steigen könnten. Meteorologen prognostizieren weitere Schnee- und Regenfälle für die nächsten Tage. Afghanistan kämpft mit einer ohnehin prekären Lage durch Dürren, Nahrungsknappheit und schwache Infrastruktur.
Humanitäre Lage
Laut dem UN-Nothilfebüro OCHA zählt Afghanistan zu den größten Krisengebieten weltweit, Millionen brauchen Hilfe. Die Taliban-Regierung appelliert, unnötige Reisen zu vermeiden. Internationale Hilfsorganisationen fordern schnelle Unterstützung für die isolierten Gebiete.
Quellen
Tote und Verletzte durch heftigen Schneefall
Wegen Schnee: Dutzende Tote und Verletzte in Afghanistan