Die Postbank steht derzeit im Fokus durch umfassende Änderungen in ihrem Girokonto-Angebot und anhaltende Filialschließungen. Kunden müssen sich auf höhere Gebühren und einen stärkeren Digitalfokus einstellen.
Abschaffung des Giro direkt
Die
Dieser Wechsel bedeutet für viele eine Verdreifachung der Kosten. Altverträge bleiben vorerst bestehen, solange keine Zustimmung erfolgt, raten Verbraucherschützer.
Neue Kontomodelle im Überblick
| Modell | Monatsgebühr (bei Mindesteingang) | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Giro plus | 5,90 € (ab 1.000 €) / 6,90 € | Standardkonto mit Debitkarte, Mastercard extra |
| Giro extra plus | 0 € (ab 3.000 €) / 11,90 € | Kostenlose Barein-/Auszahlungen am Schalter |
| Giro pur | 0 € (ab 900 €) / 5,90 € | Kostenlos, aber Daten für Werbung genutzt (Transaktionen 36 Monate) |
Das „Giro pur“ ist umstritten, da es Kundendaten an Partner weitergibt – bis zu dreimal tägliche Werbung möglich. Verbraucherzentralen prüfen die Rechtmäßigkeit.
Filialreduktion bis Mitte 2026
Die Postbank halbiert ihr Filialnetz von 550 auf 320 Standorte bis Mitte 2026. 120 werden zu reinen Beratungszentern ohne Schalter umgewandelt, Postdienste fallen weg.
Dieser Schritt passt zur „Mobile-First“-Strategie der Deutschen Bank. Bargeldtransaktionen kosten seit Oktober 2025 2 Euro pro Vorgang.
Auswirkungen auf Bürgergeld-Empfänger
Das ZzV-Verfahren (Verrechnungsscheck) für Bürgergeld endete am 1. Januar 2026. Betroffene müssen ein Basiskonto eröffnen – jede Bank ist gesetzlich verpflichtet.
Phishing-Angriffe auf Postbank-Kunden steigen 2026, mit gefälschten E-Mails und Smishing. Kunden sollten wachsam bleiben.


