Nach aktuellen Medienberichten sind in mehreren Regionen des Südsudan zahlreiche Zivilisten bei neuen Angriffen getötet worden. Die Gewalt konzentriert sich vor allem auf die Bundesstaaten Jonglei und Unity, wo bewaffnete Gruppen Dörfer überfallen und Zivilisten ins Visier genommen haben. Laut Angaben der Vereinten Nationen und lokaler Behörden könnte die Zahl der Todesopfer weiter steigen, da viele Gebiete schwer zugänglich sind.
Hintergrund und internationale Reaktionen
Der Südsudan erlebt seit Jahren immer wieder interne Konflikte zwischen ethnischen Gruppen sowie Kämpfe um Land und Vieh. Trotz eines Friedensabkommens aus dem Jahr 2018 bleibt die Sicherheitslage angespannt. Internationale Organisationen, darunter die UN-Mission UNMISS, verurteilten die jüngsten Angriffe scharf und riefen zur Wahrung des Friedensabkommens sowie zum Schutz der Zivilbevölkerung auf.
Menschenrechtsorganisationen fordern zudem eine sofortige Untersuchung der Angriffe und eine Stärkung der Schutzmaßnahmen für Dorfbewohner in Konfliktregionen.
Quellen
Behörden melden 169 Tote nach Angriff auf Dörfer im Südsudan
169 Menschen, darunter Frauen und Kinder, wurden getötet, nachdem Aufständische ein Dorf in einer abgelegenen Region des Südsudans überfallen hatten.