Brenton Tarrant, ein
Neuer Appell vor dem Berufungsgericht
Am 8. Februar 2026 hat Tarrant vor dem Berufungsgericht in Wellington seinen Antrag gestellt, das Schuldeingeständnis rückgängig zu machen. Er argumentiert, dass Haftbedingungen wie Einzelhaft zu psychischer Erschöpfung und Irrationalität geführt hätten, sodass er keine rationale Entscheidung treffen konnte. Tarrant erwähnte sogar, unter diesen Bedingungen überlegt zu haben, Präsident Donald Trump als zweiten Schützen zu beschuldigen.
Begründung und Haftbedingungen
Tarrant beschreibt seine Inhaftierung als “qualvoll und unmenschlich”: Begrenzter Lesestoff, fehlender Kontakt zu anderen Insassen und Identitätskrisen hätten sein Urteilsvermögen beeinträchtigt. Das Fünf-Tage-Verfahren mit drei Richtern prüft zunächst, ob der verspätete Antrag (nach Fristablauf) zulässig ist; Tarrant tritt per Video-Link auf. Bei Erfolg würde ein Prozess folgen, bei Ablehnung ein separates Urteilsappell später im Jahr.
Reaktionen und Konsequenzen
Opferfamilien und Überlebende sehen den Appell als erneute Traumatisierung und “Grandstanding”. Neuseeland hat Sicherheitsmaßnahmen verschärft: Öffentlichkeit nur verzögert per Broadcast, Medien und Anwälte vor Ort. Sollte Tarrant gewinnen, würde der Fall an das High Court zurückkehren und die Wunden neu aufreißen.
