Kolumbiens Präsident Gustavo Petro steht vor einem entscheidenden Treffen mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus. Nach Monaten voller öffentlicher Vorwürfe und Spannungen könnte dieses Gespräch Beziehungen zwischen Bogotá und Washington entkrampfen.
Hintergrund der Spannungen
Die Beziehungen zwischen Petro und Trump waren seit Trumps Amtseinführung im Januar 2025 von scharfer Rhetorik geprägt. Trump warf Petro wiederholt vor, die Drogenproblematik zu verschärfen, und drohte sogar mit militärischen Schritten gegen Kolumbien. Petro, ein ehemaliger Guerillakämpfer und Linker, konterte mit Kritik an US-Politik, etwa zu Gaza und Venezuela, was zu Sanktionen und der vorübergehenden Aberkennung seines US-Visums führte.
Wendepunkt durch Telefonat
Ein Telefonat am 7. Januar 2026 markierte den Durchbruch. Trump lobte Petros Anruf als “große Ehre” und kündigte ein baldiges Treffen an, um Themen wie Drogenhandel zu klären. Dieses Gespräch ebnete den Weg für diplomatische Absprachen zwischen Außenministern Marco Rubio und Rosa Yolanda Villavicencio.
Datum und Agenda des Treffens
Das Treffen ist für den 3. Februar 2026 im Weißen Haus terminiert – Petro bestätigte dies öffentlich. Im Fokus stehen Drogenbekämpfung, grenzüberschreitende Kriminalität, Handel und regionale Sicherheit; Kolumbien als weltgrößter Kokainproduzent profitiert von US-Hilfen in Milliardenhöhe. Experten sehen Potenzial für Kooperation gegen Rebellengruppen.
Erwartungen und Risiken
In Kolumbien herrscht Nervosität: Petro muss Trump nicht provozieren, um Hilfen zu sichern, besonders vor den Präsidentschaftswahlen im Mai 2026. Petro hat bereits Deportationsflüge für Migranten wieder aufgenommen, um Washington zu besänftigen. Beobachter wie Elizabeth Dickinson vom International Crisis Group hoffen auf “gegenseitigen Erfolg”.
Quellen
Nach Monaten der Feindseligkeiten steht Kolumbiens Petro kurz vor einem Treffen mit Trump.
Die Kolumbianer sind vor Petros Besuch im Weißen Haus nervös