Die EU-Kommission hat WhatsApp als „sehr große Online-Plattform“ nach dem Digital Services Act (DSA) eingestuft und plant eine intensivere Überwachung öffentlicher Kanäle. Dies betrifft verbotene Inhalte wie Hassrede oder illegale Symbole in Kanälen von Nachrichten, Vereinen oder Influencern. Private Chats bleiben durch Verschlüsselung unberührt.
Hintergrund der Entscheidung
WhatsApp erreicht mit etwa 51,7 Millionen monatlich aktiven Nutzern in der EU die Schwelle für große Plattformen. Die Kommission listet nun 26 solcher Dienste direkt in Brüssel auf, darunter Amazon, X und Meta-Produkte wie Instagram. Bisher fiel die Aufsicht für
Auswirkungen auf WhatsApp
Meta hat bis Mitte Mai 2026 Zeit, DSA-Pflichten wie Risikoanalysen und Transparenzberichte umzusetzen. Verstöße können Bußgelder bis zu 6% des globalen Umsatzes nach sich ziehen. Öffentliche Kanäle müssen illegale Inhalte schneller löschen.
Kritik und weitere Untersuchungen
Die Maßnahme stößt auf Kritik, etwa aus den USA, wo sie als Zensur gilt. Parallel prüft die EU, ob Metas KI-Exklusivität auf WhatsApp Wettbewerbsregeln verletzt. Kleinere Plattformen bleiben national reguliert.
Quellen
EU-Kommission will WhatsApp strenger kontrollieren
WhatsApp muss sich an stengere EU-Digitalregeln halten
