Seit Tagen herrscht in den österreichischen Alpen eine angespannte Schneesituation. Durch starke Schneefälle und wechselnde Temperaturen ist die Lawinengefahr in vielen Gebieten massiv gestiegen. Besonders betroffen sind Regionen in Tirol und Salzburg, wo die Lawinenwarnstufe zuletzt auf Stufe 4 von 5 angehoben wurde.
Am Samstag kam es gleich zu mehreren Lawinenabgängen, bei denen nach Angaben der österreichischen Behörden acht Menschen ums Leben kamen. Weitere Personen wurden teils schwer verletzt.
Großeinsatz der Bergrettung und Feuerwehr
Rettungskräfte und Einsatzteams der Bergrettung standen über viele Stunden im Dauereinsatz. Unterstützt durch Hubschrauber, Suchhunde und Freiwillige konnten mehrere Verschüttete geborgen werden. Dennoch gestaltete sich die Suche nach Überlebenden wegen der starken Schneeverwehungen und schlechten Sichtbedingungen als äußerst schwierig.
„Die Situation war lebensgefährlich, selbst für erfahrene Einsatzkräfte“, erklärte ein Sprecher der Bergrettung Tirol.
Warnungen an Wintersportler und Anwohner
Die Behörden appellieren eindringlich an Wintersportler, abgesperrte Gebiete zu meiden und sich stets über die aktuelle Lawinenlage zu informieren. Auch lokale Gemeinden haben Notfallpläne aktiviert, um gefährdete Siedlungen rechtzeitig zu warnen oder Räumungen vorzubereiten.
Experten weisen darauf hin, dass unvorsichtige Skitouren abseits gesicherter Pisten weiterhin zu großen Risiken führen können.
Klimatische Faktoren und steigende Lawinengefahr
Meteorologen erklären, dass die Kombination aus starkem Schneefall, Windverfrachtungen und Tauwetter zur instabilen Schneedecke beitrug. Solche Wetterextreme treten durch den Klimawandel in den Alpen zunehmend häufiger auf.
„Wir erleben einen Winter mit außergewöhnlichen Schwankungen. Diese erhöhen das Risiko spontaner Lawinenabgänge erheblich“, so der Meteorologe Markus Steiner von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).
Quellen
Mehrere Tote bei Lawinenabgängen in Österreich
Mehrere Lawinen in Österreich: Acht Menschen sterben


