Mark Carney traf in Peking den chinesischen Präsidenten Xi Jinping, Premierminister Li Qiang sowie Zhao Leji, den Vorsitzenden des Ständigen Ausschusses des Nationalen Volkskongresses. Die Gespräche bauten auf früheren Treffen auf, darunter beim APEC-Gipfel in Südkorea. Carney betonte die Notwendigkeit einer Partnerschaft in einer „geteilten Welt“, um Stabilität und Wohlstand zu sichern.
Kernbereiche der Partnerschaft
Zentral sind Zusammenarbeiten in Energie, Clean-Tech und Klimawettbewerbsfähigkeit. Kanada erlaubt bis zu 49.000 chinesische Elektrofahrzeuge mit einem Zollsatz von 6,1 Prozent, um Investitionen in der kanadischen EV-Produktion anzuziehen. Im Agrarsektor senkt China Zölle auf kanadisches Rapssamen auf etwa 15 Prozent und hebt Diskriminierungs-Zölle für Rapsmehl, Hummer, Krabben und Erbsen auf – mit einem Volumen von rund 3 Milliarden Dollar.
Wirtschaftliche Chancen und Ziele
China ist Kanadas zweitgrößter Handelspartner mit einem bilateralen Warenumsatz von 118,9 Milliarden Dollar im Jahr 2024. Kanada strebt bis 2030 einen 50-prozentigen Exportanstieg an, insbesondere in Clean Energy, Agrarprodukten und Holz. Neue Memoranden verstehen (MoUs) decken Energie, Bekämpfung von Kriminalität, kulturelle Austausche und Lebensmittelsicherheit ab.
Internationale Implikationen
Die Partnerschaft umfasst multilaterale Kooperationen wie APEC 2026 in China und Kanadas Bewerbung für den 2029-Gipfel. Sie reagiert auf US-Zölle unter Präsident Trump und zielt auf Diversifikation ab. Xi Jinping begrüßte die Annäherung als „neues Kapitel“ in den Beziehungen.
Quellen
Kanadas Carney begrüßt neue „strategische Partnerschaft” mit China
Historische Wende: Carney und Xi starten Kanada-China-Partnerschaft