Ein Baukran ist am 14. Januar 2026 im Bezirk Sikhio in der Provinz Nakhon Ratchasima in Nordost-Thailand auf einen fahrenden Personenzug gestürzt, was zu einer Entgleisung und Bränden führte. Mindestens 32 Menschen starben, darunter viele Studenten und Arbeiter, und 66 weitere wurden verletzt, sieben davon schwer. Der Zug mit etwa 171 bis 195 Passagieren war auf dem Weg von Bangkok nach Ubon Ratchathani.
Hintergrund des Bauprojekts
Der Kran war Teil eines Hochgeschwindigkeitsbahn-Projekts im Wert von 5,4 Milliarden US-Dollar, das Bangkok mit Laos und weiter mit China verbinden soll und von China im Rahmen der Belt-and-Road-Initiative unterstützt wird. Der Auftragnehmer Italian-Thai Development Company war für den Abschnitt Lam Takhong-Sikhio verantwortlich; der Kran hob gerade ein Betonsegment, als er umstürzte.
Augenzeugenberichte
Lokale Bewohner berichteten von einem lauten Krachen, fliegenden Betonstücken und einem raschen Einsturz in unter einer Minute. Ein Zugmitarbeiter beschrieb, wie Passagiere durch die Luft geschleudert wurden, während eine Zeugin den Kran schwer auf den Zug einschlagen sah. Rettungskräfte evakuierten Verletzte aus zerstörten Waggons unter Rauchentwicklung.
Reaktionen und Untersuchung
Thailands Premierminister Anutin Charnvirakul forderte Bestrafung und Haftung wegen Fahrlässigkeit, während die Staatseisenbahn die Italian-Thai Development Company verklagen und Schadensersatz in Höhe von über 100 Millionen Baht fordern will. Das Unternehmen versprach Entschädigungen; am Folgetag stürzte ein weiterer Kran der Firma bei Bangkok ein und forderte zwei Tote.
Sicherheitsfragen
Baustellenunfälle sind in Thailand häufig; der Vorfall wirft Zweifel an der Sicherheit chinesisch-thailändischer Projekte auf. Transportminister Ratchakitprakarn ordnete umfassende Untersuchungen an, inklusive Stilllegung der Baustelle.
Quellen
Thailand: Eingestürzter Baukran führte zu Zugunglück
Ein weiterer Kran stürzt in Thailand ein und tötet zwei Menschen, nachdem am Vortag bereits 32 Menschen ums Leben gekommen waren.


