13 Monate nach dem Sturz des Diktators Baschar al-Assad am 8. Dezember 2024 flammt in Syriens zweitgrößter Stadt Aleppo wieder Gewalt auf. Die Übergangsregierung unter Ahmed al-Scharaa, ehemaliger HTS-Anführer, übernahm die Macht nach der Rebellenoffensive, die das Assad-Regime beendete. Trotz Versprechungen von Stabilität und Minderheitenschutz eskalierten Spannungen mit kurdischen Gruppen.
Auslöser der Kämpfe in Aleppo
Seit dem 7. Januar 2026 führen syrische Regierungstruppen und verbündete Milizen Offensiven gegen kurdische Viertel wie Ashrafieh und Sheikh Maqsoud. Die Auseinandersetzungen folgen dem Scheitern eines März-2025-Abkommens zur Integration der kurdisch geführten Syrian Democratic Forces (SDF) in die neuen Streitkräfte. Mindestens 25 Zivilisten starben bis zum 9. Januar, Tausende flohen vor Artilleriebeschuss.
Die Rolle der Kurden und SDF
Die SDF lehnten Evakuierungsangebote ab und wehren sich gegen die Offensiven, um ihre Viertel zu halten. Eine Frist zur Integration bis Ende 2025 verstrich ohne Einigung, was das Misstrauen vertiefte. Kurdische Räte sprechen von einem “Aufruf zur Kapitulation” und betonen ihren Widerstand.
Türkei als entscheidender Akteur
Die Türkei unterstützt die syrische Regierung militärisch, inklusive Drohnen, und betrachtet die SDF als PKK-Ableger und Terroristen. Ankara bot offiziell Hilfe an, falls angefordert, und teilt mit Damaskus die Ablehnung kurdischer Autonomie entlang der 900-km-Grenze. Diese Einmischung könnte die Kämpfe weiter eskalieren lassen.
Quellen
Darum geht es bei den Kämpfen in Syrien
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