Viele Versicherte haben zum Jahreswechsel 2025/2026 Briefe von ihrer Krankenkasse erhalten, die auf steigende Beiträge hinweisen – bei einigen sogar zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag liegt 2026 bei 2,9 Prozent, viele Kassen erhöhen darüber hinaus. Eine Verbraucherschützerin erklärt, wie man optimal reagiert.
Beitragserhöhungen 2026 im Überblick
Der gesetzliche Beitragssatz bleibt bei 14,6 Prozent, doch der Zusatzbeitrag steigt durchschnittlich von 2,5 auf 2,9 Prozent. Die Beitragsbemessungsgrenze erhöht sich auf 5.812,50 Euro monatlich, was Gutverdienern bis zu 52 Euro mehr pro Monat kostet. 42 Krankenkassen haben ihre Zusatzbeiträge angehoben, darunter TK auf 2,69 Prozent und DAK auf 3,2 Prozent.
Wann lohnt ein Wechsel?
Bei Erhöhung des Zusatzbeitrags besteht ein Sonderkündigungsrecht, das unabhängig von der 12-Monats-Bindungsfrist gilt. Mit einem Wechsel können Versicherte Hunderte Euro jährlich sparen, ohne Leistungen zu verlieren – günstige Kassen wie hkk (2,59 Prozent) oder BKK Firmus (2,18 Prozent) empfohlen. Verbraucherschützer raten, nicht nur den Beitrag, sondern Service und Zusatzleistungen zu prüfen.
So gehen Sie vor
Melden Sie sich bei der neuen Kasse an – diese übernimmt die Kündigung bei der alten mit zweimonatiger Frist. Bei Sonderkündigung muss die Kündigung bis Monatsende nach Erhöhungsmitteilung eingehen, z. B. bis 31. Januar 2026. Nach dem Wechsel gilt eine 12-monatige Bindung an die neue Kasse.
Tipps von Verbraucherschützern
Warten Sie nicht blind auf Erhöhungen, sondern vergleichen Sie vorab Leistungen wie Bonusprogramme oder Beratungsstellen. Vermeiden Sie reine Kostenjagden; kombinieren Sie niedrigen Beitrag mit gutem Service. Die Verbraucherzentrale warnt vor überhasteten Wechslern und rät zu individueller Beratung.

