Der Prozess gegen die Steakhaus-Erbin Christina Block wegen mutmaßlicher Kindesentführung dauert an und markiert entscheidende Monate für ihr Schicksal. Seit Juli 2025 läuft das Verfahren am Landgericht Hamburg, das sich bis Sommer 2026 hinziehen wird. Aktuelle Zeugenaussagen und Kronzeugenbelastungen spitzen die Lage zu.
Der Sorgerechtsstreit als Hintergrund
Christina Block, Tochter des Block-House-Gründers Eugen Block, führt seit 2021 einen erbitterten Streit mit Ex-Mann Stephan Hensel um die Kinder Klara und Theodor. Nach einem Wochenendbesuch in Dänemark brachte Hensel die Kinder nicht zurück, was Block zu rechtlichen Schritten bewegte; dänische Gerichte sprachen Hensel später das alleinige Sorgerecht zu. Block verlor Umgangsrecht, da die Kinder keinen Kontakt mehr wünschten.
Die Nacht der Entführung
In der Silvesternacht 2023/2024 scheiterte ein Versuch, die damals 10- und 13-jährigen Kinder gewaltsam aus Dänemark nach Hamburg zu holen. Hensel wurde verletzt, die Kinder mit Klebeband versehen; eine israelische Sicherheitsfirma war involviert. Block bestreitet den Auftrag und spricht von eigener Initiative der Firma.
Kronzeugen und Belastungen
Kronzeuge David B., Chef einer Sicherheitsfirma, belastet Block schwer: Er beschreibt Treffen im Hotel Grand Elysée und Zahlungen für die Rückholung. Weitere Zeugen wie Jugendamtsmitarbeiterinnen berichten über den Streit, ohne Gewaltvorwürfe gegen Block zu bestätigen. Ihr Partner Gerhard Delling ist wegen Beihilfe angeklagt.
Aktueller Prozessstand 2026
Nach Weihnachtspause ging es am 8. Januar 2026 mit dem 28. Verhandlungstag weiter; Jugendamtszeuginnen standen im Fokus. Das Urteil wird für Sommer 2026 erwartet, mit über 70 Terminen insgesamt. Sieben Angeklagte, darunter ein in Haft sitzender Israeli, machen den Prozess zu einem Medienspektakel.
Quellen
Entscheidungskampf vor Gericht: Christina Blocks Schicksalsmonate
Christina Block im Prozess-Marathon: Die entscheidenden Wochen