Die US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt hat einen Militäreinsatz auf Grönland nicht ausgeschlossen und damit den Druck auf Dänemark massiv erhöht. Präsident Donald Trump sieht die Kontrolle über die strategisch wichtige Arktisinsel als nationale Sicherheitsプライorität, um russische und chinesische Einflüsse abzuwehren. Diese Eskalation weckt Ängste vor einem neuen geopolitischen Konflikt.
Hintergrund der Kontroverse
Trump hatte bereits 2019 den Kauf Grönlands vorgeschlagen, was Dänemark als Scherz abtat. Nun bekräftigt Leavitt, dass das Weiße Haus verschiedene Optionen prüft, einschließlich militärischer Mittel: „Der Präsident und sein Team erörtern eine Reihe von Optionen […], und selbstverständlich steht dem Oberbefehlshaber der Einsatz des US-Militärs jederzeit als Option zur Verfügung.“ Der Kontext sei die Abwehr von Gegnern in der Arktis, wo russische und chinesische Schiffe gesichtet wurden.
Reaktionen aus Europa und Dänemark
Dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen warnte, ein Angriff auf Grönland bedeute das Ende der NATO. Sieben europäische Staaten, darunter Deutschland und Frankreich, stellten sich in einer Erklärung hinter Grönland und betonten, die Insel gehöre ihrem Volk. Grönlands Premier Jens-Frederik Nielsen nannte die US-Äußerungen respektlos, besonders im Vergleich zur Venezuela-Aktion.
Strategische Bedeutung Grönlands
Grönland ist reich an Rohstoffen und kontrolliert Schifffahrtsrouten in der Arktis, was für die US-Sicherheit entscheidend ist. Trotz Autonomie seit 1979 entscheidet Dänemark über Außen- und Verteidigungspolitik; die Insel ist NATO-Mitglied. Umfragen zeigen, dass Grönländer eine US-Annexion ablehnen und Unabhängigkeit anstreben.
Interne US-Streitigkeiten
Während Leavitt und Stephen Miller hart durchgreifen, relativiert Außenminister Marco Rubio: Ein Kauf sei das Ziel, keine Invasion. US-Sprecher Mike Johnson hält militärische Action für unangemessen. Kritik kommt auch aus dem Kongress.
Quellen
Trump-Regierung droht Militäreinsatz: Grönland als Arktis-Ziel im Visier
Grönland-Krise spitzt sich zu: Weißes Haus schließt US-Armee-Option