Darum sanktioniert auch die EU Einzelpersonen

01/01/2026
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Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat kürzlich Einreiseverbote gegen fünf Europäer verhängt, darunter die Geschäftsführerinnen der deutschen Organisation HateAid, Josephine Ballon und Anna-Lena von Hodenberg. Der Vorwurf lautet, diese Personen hätten US-Plattformen zur Zensur “amerikanischer Standpunkte” gezwungen, etwa durch Druck im Rahmen des Digital Services Act. Europäische Politiker wie Emmanuel Macron und Johann Wadephul kritisieren dies als Angriff auf die digitale Souveränität der EU.​

EU-Sanktionen gegen Desinformationsakteure

Die EU sanktioniert ebenfalls Einzelpersonen, vor allem wegen Verbreitung von Falschinformationen und Propaganda, insbesondere im Kontext des russischen Einflusses. Zuletzt traf es den US-Amerikaner John Mark Dougan, der russische Desinformationskampagnen vor der Bundestagswahl steuerte, sowie Europäer wie den Schweizer Jacques Baud und den Franzosen Xavier Moreau. Diese Maßnahmen umfassen Vermögenssperren und Reiseverbote, ähnlich dem EU-Magnitsky-Act gegen Menschenrechtsverletzungen.​

Parallelen und Unterschiede zu US-Maßnahmen

Beide Seiten nutzen Sanktionen gegen Individuen, doch die EU zielt primär auf hybride Kriegsführung und Kreml-nahe Propagandisten ab, während die USA europäische Aktivisten gegen Hassrede im Netz treffen. Die EU-Kommission droht nun mit Vergeltung und betont ihre Souveränität. Kritiker sehen keine Doppelmoral, da EU-Sanktionen auf konkreten Bedrohungen wie Wahleingriffen basieren.​

Keine Doppelmoral, sondern Kontextunterschiede

Die EU misst nicht mit zweierlei Maß: Ihre Sanktionen dienen der Abwehr systematischer Desinformation aus Russland, während US-Verbote als Reaktion auf Regulierungen wie den DSA gelten. Beide Ansätze spiegeln geopolitische Spannungen wider, doch die EU priorisiert innere Sicherheit. Experten fordern Dialog, um transatlantische Partnerschaften zu wahren.

​Quellen

EU-Reaktion auf US-Visa-Banns: Doppelmoral oder legitime Abwehr
Darum sanktioniert auch die EU Einzelpersonen

Matthias Otto

Matthias Otto

Hallo, mein Name ist Matthias Otto und ich arbeite als Autor bei Investorbit.de. Dort schreibe ich regelmäßig über aktuelle Themen aus den Bereichen Wirtschaft, Finanzen und digitale Trends. Mein Ziel ist es, komplexe Zusammenhänge verständlich zu erklären und meinen Lesern fundierte Einblicke in die Welt der Investments zu bieten. Wenn ich nicht gerade recherchiere oder Artikel verfasse, beschäftige ich mich gerne mit neuen Entwicklungen im Online-Journalismus und digitalen Marketing.

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