Die Bundesregierung hat die Beschäftigungsgarantie für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der PCK-Raffinerie in Schwedt verlängert. Damit soll den rund 1.200 Beschäftigten in der brandenburgischen Raffinerie neue Sicherheit gegeben werden, während die Zukunft des Standorts weiter unklar bleibt.
Raffinerie unter Treuhandverwaltung
Die Anlage steht seit 2022 unter Treuhandverwaltung des Bundes, nachdem Tochtergesellschaften des russischen Energiekonzerns Rosneft die Mehrheit an der PCK Raffinerie hielten. Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine waren Rohöllieferungen über die Druschba-Pipeline stark eingeschränkt, was die Versorgung und den Betrieb in Schwedt erheblich erschwerte.
Vizekanzler Klingbeil macht Hoffnung
Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) betonte bei einem Besuch in Schwedt, dass die Bundesregierung hinter der Region stehe. „Wir lassen die Menschen hier nicht im Stich“, sagte er. Die verlängerte Beschäftigungsgarantie solle Vertrauen schaffen, während parallel an einer nachhaltigen Zukunftsstrategie für den Standort gearbeitet werde. Ziel sei es, Schwedt langfristig als wichtigen Energiestandort zu erhalten – mit einem stärkeren Fokus auf klimafreundliche Produktion.
Perspektiven für die Zukunft
Neben der Jobgarantie investiert der Bund weiterhin in Umbaupläne, um die Raffinerie unabhängiger von fossilen Rohstoffen zu machen. Geplant sind Investitionen in Wasserstofftechnologie und alternative Kraftstoffe, um Schwedt zu einem Modellstandort für die Energiewende auszubauen.
Quellen
Regierung sichert Schwedt-Raffinerie langfristig ab
Neue Perspektiven für PCK Schwedt: Bund verlängert Jobgarantie