Jim Litinsky, 47-jähriger CEO von MP Materials, startete als Hedgefonds-Manager bei JHL Capital und investierte 2014 in notleidende Anleihen des ehemaligen Mine-Betreibers Molycorp. Nach dem Bankrott von Molycorp übernahm er 2017 die stillgelegte Mountain-Pass-Mine in Kalifornien, die einzige aktive Seltene-Erden-Mine in den USA. Sein Vermögen wird auf über 1 Milliarde US-Dollar geschätzt, dank des Erfolgs von MP Materials.
Die Mountain-Pass-Mine
Die Mine in der Mojave-Wüste liefert essentielle Seltene Erden wie Neodym für Elektrofahrzeuge, Windturbinen und Militärtechnik. Seit der Wiederinbetriebnahme 2018 hat MP Materials über 207.000 Tonnen Erdenoxid produziert und plant eine 50-prozentige Produktionssteigerung. Eine neue Anlage in Texas stellt nun Supermagnete her, um die Kette von der Mine bis zum Fertigprodukt abzudecken.
Chinas Monopolstellung
China kontrolliert rund 80 Prozent der globalen Seltene-Erden-Förderung und 90 Prozent der Raffination, was die USA strategisch abhängig macht. Exportbeschränkungen Chinas haben Lieferengpässe ausgelöst und Preise in die Höhe getrieben. US-Politiker sehen dies als nationales Sicherheitsrisiko, besonders für Verteidigung und Green-Tech.
Litinskys Strategie gegen China
Litinsky erhielt Unterstützung von US-Regierung und DoD: Ein 400-Millionen-Dollar-Deal macht das Pentagon zum größten Aktionär und sichert Langzeitkäufe von Magneten. Frühe Finanzierung kam paradoxerweise von chinesischen Investoren wie Shenghe Resources, doch nun priorisiert MP Materials unabhängige US-Produktion. Ziel: Eine vollständige heimische Lieferkette bis 2030.
Ausblick und Bedeutung
Mit Reserven für 30 Jahre und Expansion plant MP Materials, Chinas Vormacht zu schwächen und US-Industrie zu stärken. Partnerschaften mit GM, Apple und DoD unterstreichen den geopolitischen Einsatz. Experten sehen Mountain Pass als Game-Changer in der Rare-Earths-Renaissance.
Quellen
Kalifornien-Mine: Litinskys Kampf gegen Pekings Rohstoff-Dominanz
Aus Junk-Bonds zur Macht: Litinskys Mine gegen China

