Der libysche Generalstabschef Mohammed Al-Haddad befand sich laut offiziellen Angaben auf einem offiziellen Besuch in der Türkei, um militärische Kooperationen zwischen den beiden Ländern zu vertiefen. Kurz nach dem Start seines Rückfluges aus Ankara kam es zu einem dramatischen Zwischenfall: Der Kontakt zum Flugzeug riss plötzlich ab. Wenig später entdeckten Suchteams das Wrack der Maschine in einer abgelegenen Bergregion nahe der türkischen Hauptstadt.
Ankara bestätigt Absturz
Das türkische Verteidigungsministerium bestätigte am Mittwochmittag den Absturz. An Bord befanden sich demnach neben General Al-Haddad mehrere libysche Offiziere und Mitglieder der Besatzung. Keiner der Insassen überlebte den Unglück. Die Bergungsarbeiten seien inzwischen abgeschlossen, teilten die Behörden mit.
Ermittlungen zur Unfallursache laufen
Erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass es sich nicht um einen Angriff handelt. Die Behörden schließen jedoch keine Möglichkeit aus. Das türkische Verkehrsministerium und internationale Experten untersuchen nun die Flug- und Wartungsdaten des Flugzeugs, um die genaue Ursache zu klären. Auch Libyens Einheitsregierung entsandte ein Team zur Absturzstelle.
Politische Reaktionen aus Libyen und der Türkei
In Libyen löste die Nachricht Bestürzung aus. Ministerpräsident Abdulhamid Dabaiba sprach dem Militär und der Familie des Verstorbenen sein tiefstes Beileid aus. Präsident Recep Tayyip Erdoğan würdigte Al-Haddad als „Brückenbauer zwischen beiden Nationen“ und sicherte Libyen die volle Unterstützung bei den Ermittlungen zu.
Bedeutung für die fragile libysche Sicherheitslage
Al-Haddad galt als Schlüsselfigur in den Bemühungen um Stabilität in Libyen. Seit Jahren bemühte er sich, die zersplitterten Streitkräfte des Landes unter einer einheitlichen Führung zusammenzuführen. Sein Tod dürfte die ohnehin fragile Sicherheitslage weiter belasten und die Machtbalance im Land neu verschieben.
Quellen
Tragödie in Ankara: Libyens Militärchef Al-Haddad stirbt bei Absturz
Libyens Armeechef Mohammed Al-Haddad kommt ums Leben


