Nach zwei Jahren rückläufiger Preise haben sich die Immobilienkosten in Deutschland seit einem Jahr wieder erhöht. Im dritten Quartal 2025 stiegen die Preise um durchschnittlich 0,78 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wobei Bestandsimmobilien mit fast 1,5 Prozent am stärksten zulegten. Eigentumswohnungen verteuerten sich um 0,80 Prozent, Neubauhäuser um 0,19 Prozent – ein Trend, der sich seit der ersten Jahreshälfte fortsetzt.
Regionale Unterschiede
In Großstädten wie Leipzig überschreiten die Preise bereits die Höchststände von 2022, während sie bundesweit noch darunter liegen. Einfamilienhäuser wuchsen im zweiten Quartal 2025 um 2,0 Prozent zum Vorquartal und 3,7 Prozent zum Vorjahr. Ländliche Gebiete zeigen Stabilität oder leichte Rückgänge, starke Regionen profitieren von Nachfrage und Energieeffizienz.
Prognosen der Experten
Für 2025 rechnen Institute mit moderaten Steigerungen von 1 bis 4 Prozent, für 2026 bis zu 3,1 Prozent. Der BVR prognostiziert 3,2 Prozent Zuwachs 2025 durch knappen Wohnraummangel und sinkende Bauzinsen bei 3,2 bis 3,7 Prozent. Langfristig könnten Höchststände von 2022 in vier Jahren erreicht werden.
Quellen
Haus- und Wohnungspreise ziehen an – Expertenprognose für 2026
Trendwende am Immobilienmarkt: Preise steigen nach zwei Jahren Pause

