Bundeskanzler Friedrich Merz trieb energisch die Nutzung eingefrorener russischer Zentralbankvermögen – vor allem bei Euroclear in Belgien mit rund 185 Milliarden Euro – voran, um der Ukraine Darlehen bis zu 210 Milliarden Euro zu gewähren. Der Plan sah vor, diese Gelder als Reparationsdarlehen zu binden, das Russland nur bei Friedenszahlungen zurückerhielte, und sollte die Ukraine über den Winter sowie längerfristig sichern. Merz reiste extra nach Brüssel, um mit Premierminister Bart de Wever und Ursula von der Leyen Kompromisse auszuhandeln.
Merz’ Strategie und Druckmittel
Merz argumentierte, die Entscheidung gehe um Europas Souveränität und Sicherheit, und mahnte ein klares Signal an Putin an, um Verhandlungen zu erzwingen. Er bot an, auch deutsches russisches Vermögen einzusetzen und forderte EU-weite Garantien, um Belgiens Risiken zu teilen – inklusive 105-Prozent-Absicherung durch nationale Bürgschaften. Trotz Unterstützung von von der Leyen stieß der Plan auf Skepsis: De Wever forderte volle Beteiligung anderer Staaten wie Frankreich und unbegrenzte Liquiditätsgarantien für Euroclear.
Belgischer Widerstand und Risiken
Belgien blockierte hartnäckig aus Angst vor russischer Vergeltung, wie Enteignungen europäischer Firmen, und rechtlichen Klagen der russischen Zentralbank. Experten warnten vor Präzedenzfällen, die das globale Finanzsystem destabilisieren könnten; Ratingagentur Fitch senkte Euroclears Ausblick. Russlands Botschafter drohte mit “weitreichenden Konsequenzen” und sprach von “rechtlicher Anarchie”.
Das Scheitern beim EU-Gipfel
Beim EU-Gipfel Ende Dezember 2025 rang man 16 Stunden, doch Merz’ 210-Milliarden-Plan scheiterte am belgischen Veto und fehlenden Garantien anderer Staaten. Medien sprechen von einer “Niederlage für Merz und von der Leyen”, Kreml-Sprecher spotteten über den “spektakulären Fehlschlag”. Stattdessen fließen nur Zinsen der russischen Gelder – drei bis vier Milliarden Euro jährlich – an die Ukraine.
Quellen
Russen-Gelder-Showdown: Warum Merz in Brüssel scheiterte
Ausmanövriert! Merz’ Plan für Putins Milliarden platzt

