Die Kämpfe zwischen Thailand und Kambodscha an ihrer 800 Kilometer langen Grenze dauern trotz Vermittlungsversuchen von US-Präsident Donald Trump an. Beide Seiten melden weiterhin Angriffe, einschließlich Bombardements auf militärische und zivile Ziele, wobei Thailand Vergeltungsschläge als Reaktion auf angebliche Verstöße Kambodschas rechtfertigt. Thailands Ministerpräsident Anutin Charnvirakul erklärte, militärische Operationen würden fortgesetzt, bis keine Bedrohungen mehr bestünden.
Hintergrund des Konflikts
Der Streit um Gebietsansprüche, insbesondere um antike Tempel wie Preah Vihear, schwelt seit Jahrzehnten und eskaliert seit Sommer 2025 regelmäßig. Nach einem Waffenstillstand im Oktober flammten die Gefechte im Dezember erneut auf, mit Artillerie- und Luftangriffen. Kambodscha schloss Grenzübergänge und warf Thailand Bombenabwürfe vor, während Thailand zivile Evakuierungen und Grenzschließungen anordnet.
Opfer und humanitäre Lage
Über 500.000 Menschen flohen aus dem Grenzgebiet, mit mehr als 20 Toten und Hunderten Verletzten, darunter Zivilisten. Kambodscha berichtet von Schäden an Häusern, Schulen und Tempeln bis 30 Kilometer ins Landesinnere. Thailand meldet ebenfalls zivile Opfer und verzeichnet hohe Verluste unter Soldaten.
Internationale Reaktionen
Trump telefonierte mit beiden Regierungschefs und verkündete eine Waffenruhe, die von den Ländern jedoch nicht bestätigt wurde. Die UN und Nachbarstaaten wie Malaysia fordern Deeskalation, während Experten eine Ausweitung der Kämpfe fürchten. Kambodscha appelliert an den UN-Sicherheitsrat.
Quellen
Eskalation an der Grenze: Thailand und Kambodscha liefern sich erbitterte Gefechte
Keine Waffenruhe in Sicht: Neue Angriffe zwischen Thailand und Kambodscha