Drei Viertel der Deutschen ohne Migrationshintergrund äußern große oder sehr große Angst vor Rechtsextremismus in Deutschland. Diese Sorge übertrifft die Befürchtungen vor Zuwanderung deutlich, wie eine aktuelle Umfrage der Konrad-Adenauer-Stiftung zeigt. Auch Zuwanderer und ihre Nachkommen teilen diese Ängste, wenngleich in geringerem Maße.
Vergleich der Ängste
Die Studie offenbart eine gesellschaftliche Ambivalenz: Während die Angst vor Zuwanderung seit 2021 auf 36 Prozent gestiegen ist, liegt die Sorge vor Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus bei 63 bis 75 Prozent. Besonders Deutsche ohne Migrationshintergrund fürchten einen Rechtsruck stärker als Migration selbst. Rund jede fünfte Person kombiniert beide Ängste.
Politische Implikationen
Die Umfrage unterstreicht, dass Rechtsextremismus die Bevölkerung stärker beunruhigt als Zuwanderung, mit Spitzenwerten bei Anhängern von Union, Grünen und FDP. Dies spiegelt eine wachsende Polarisierung wider, die Migrationsthemen überlagert. Wirtschaftsvertreter warnen zudem vor Abschreckung ausländischer Fachkräfte durch Extremismus.
Quellen
Deutsche machen sich mehr Sorgen über Rechtsextremismus als Zuwanderer
Deutsche sorgen sich mehr vor Rechtsextremismus als Zuwanderer