Friedrich Merz, Bundeskanzler Deutschlands, verneigte sich emotional vor den Opfern des Holocaust bei der Wiedereröffnung der Reichenbach-Synagoge in München. In einer tief bewegten Ansprache kämpfte er mit den Tränen und zitierte die Philosophin Hannah Arendt, um das monströse Verbrechen der Nazis zu betonen. Diese Geste unterstreicht Deutschlands unerschütterliche Haltung gegen Antisemitismus.
Emotionale Rede in München
Merz sprach am 15. September 2025 bei der feierlichen Wiedereröffnung der 1938 von den Nazis zerstörten Synagoge und erinnerte an die Novemberpogrome als Vorspiel zum Holocaust. Seine Stimme brach, als er die systematische Vernichtung der jüdischen Bevölkerung als “radikal böses” Verbrechen bezeichnete, das “unter uns Menschen einfach nicht hätte geschehen dürfen”. Er richtete sich direkt an Überlebende und deren Nachkommen, wie die Tochter einer Holocaust-Überlebenden.
Kampf gegen steigenden Antisemitismus
Seit den Hamas-Angriffen am 7. Oktober 2023 beobachtet Merz eine neue Welle von Antisemitismus in Deutschland, offen und verdeckt auf Social Media, Universitäten und in der Öffentlichkeit. Als Kanzler und Mitglied der Nachkriegsgeneration drückte er tiefe Scham aus und versprach Null-Toleranz gegenüber jeder Form von Antisemitismus. Jüdische Einrichtungen benötigen nun Polizeischutz, was die Dringlichkeit verdeutlicht.
Historischer Kontext des Holocaust
Der Holocaust war die systematische Ermordung von sechs Millionen Juden durch das NS-Regime und seine Verbündeten zwischen 1933 und 1945. Merz’ Rede knüpft an Deutschlands Verantwortung an, mahnt “Nie wieder” und verbindet Familiengeschichten mit der nationalen Pflicht zur Erinnerung. Sein Besuch beim Yad Vashem-Mahnmal in Israel unterstreicht diese Kontinuität.
Quellen
Merz verneigt sich vor den Opfern des Holocaust
“Deutschland muss für die Sicherheit Israels einstehen”


