Eswatini, das afrikanische Königreich früher bekannt als Swasiland, hat im Sommer 2025 heimlich Straftäter aus den USA aufgenommen und dafür über fünf Millionen US-Dollar erhalten. Dieser geheime Deal sorgt für wachsende Unruhe in der Bevölkerung, da gefährliche Kriminelle aus Ländern wie Jamaika, Kambodscha, Laos und dem Jemen isoliert untergebracht werden. Die Opposition kritisiert die fehlende Transparenz und befürchtet Sicherheitsrisiken für die Nachbarschaft des Gefängnisses.
Der geheime Millionen-Deal
Die USA haben Eswatini als Ziel für Abschiebungen gewählt, weil viele Herkunftsländer die als “außerordentlich brutal” geltenden Straftäter ablehnen. Im Austausch für die Aufnahme bis zu 160 Personen fließen dem armen Königreich etwa 4,4 Millionen Euro zu, wie der Finanzminister bestätigte. Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch melden, dass der Vertrag ohne Beteiligung des Parlaments oder des Generalstaatsanwalts geschlossen wurde, was verfassungswidrig sein könnte.
Bürgerrechtler wie Prince Bailey von der United Democratic Front nennen Eswatini eine “Mülldeponie für US-Verbrecher”. Zakithi Sibandze, Präsidentin der Landfrauengemeinschaft, fordert mehr Aufklärung, da die Bevölkerung übergangen wurde. Chefredakteur Zweli Martin Dlamini vom “Swaziland News” vermutet, die Gelder könnten in die Taschen des Königs Mswati III. fließen, des letzten absoluten Herrschers der Welt mit extravagantem Lebensstil.
Proteste und rechtliche Schritte
Lokale Bewohner äußern Angst vor Fluchten der Insassen, trotz Regierungsversicherungen über Isolation. Mehrere NGOs haben Klage vor dem Obersten Gericht eingereicht, um weitere Deportationen zu stoppen; ein Urteil wird in Monaten erwartet. Die Unruhe hält an, da der Deal die Sicherheitsbedenken und den Mangel an Demokratie verstärkt.
Quellen
Straftäter gegen Geld – Unmut über geheimen Deal
Geheimdeal? Kleinstaat nimmt wohl US-Kriminelle für Millionen auf