In der Nacht zum Freitag wurden mehrere Drohnen über dem hochsensiblen französischen U-Boot-Stützpunkt Île Longue bei Brest gesichtet. Die Marine-Infanteristen reagierten sofort mit Abwehrschüssen, um die nuklearen Anlagen zu schützen. Der Stützpunkt beherbergt vier atomar bewaffnete U-Boote, die zentral für Frankreichs Abschreckung sind.
Der Vorfall im Detail
Die Gendarmerie meldete fünf unbekannte Drohnen über der Landzunge Île Longue, woraufhin Maßnahmen zur Drohnenabwehr eingeleitet wurden. Sicherheitskräfte gaben mehrere Schüsse ab, wobei unklar bleibt, ob ein Fluggerät getroffen wurde. Die Militärstaatsanwaltschaft in Rennes hat eine Untersuchung gestartet, da der Betrieb des Stützpunkts uneingeschränkt weiterläuft.
Sicherheitslage am Stützpunkt
Île Longue wird von 120 Gendarmen und Marine-Infanteristen bewacht und dient der Wartung nuklear angetriebener U-Boote mit ballistischen Raketen. Mindestens ein U-Boot ist stets auf See, um die kontinuierliche Präsenz zu gewährleisten. Solche Drohnenüberflüge sind nicht neu; bereits im November gab es Sichtungen in der Region Crozon.
Mögliche Hintergründe und Kontext
Französische Medien spekulieren über zunehmende Drohnenvorfälle in Europa, ohne klare Zuordnung zu Akteuren wie Russland. Die kleinen Drohnen stellten keine unmittelbare Bedrohung dar, doch die Reaktion unterstreicht die Sensibilität nuklearer Standorte. Ermittlungen zielen auf die Herkunft der Piloten ab.
Quellen
Frankreich schießt auf Drohnen über U-Boot-Stützpunkt
Militär schiesst auf verdächtige Objekte über Stützpunkt


