Der Bundestag hat am 4. Dezember 2025 das Steueränderungsgesetz 2025 mit Mehrheit der Koalitionsfraktionen beschlossen, gegen Stimmen von AfD und Grünen sowie bei Enthaltung der Linken. Dieses Paket entlastet gezielt Pendler, Gastronomen, Ehrenamtler und weitere Gruppen durch konkrete Pauschalenerhöhungen und Steuersenkungen. Die Maßnahmen treten größtenteils ab 2026 in Kraft und zielen auf wirtschaftliche Stärkung ab.
Gastronomie: Dauerhafte Umsatzsteuersenkung
Die Umsatzsteuer für Speisen in der Gastronomie sinkt ab 1. Januar 2026 dauerhaft auf sieben Prozent, um die Branche nach anhaltenden Herausforderungen zu unterstützen. Unternehmen können die Senkung an Verbraucher weitergeben oder in Investitionen umleiten, je nach Marktlage. Diese Regelung stammt aus dem Koalitions-Sofortprogramm vom Mai 2025.
Pendler: Entfernungspauschale auf 38 Cent
Die Entfernungspauschale wird einheitlich auf 38 Cent pro Kilometer ab dem ersten Kilometer angehoben, was Fernpendler und Doppelhaushaltsführer stärker entlastet. Die zeitliche Befristung der Mobilitätsprämie für Geringverdiener entfällt, sodass sie auch nach 2026 gilt. Dadurch sollen berufliche Mobilität und Alltagsbelastungen ausgeglichen werden.
Ehrenamt und Weiteres
Die Übungsleiterpauschale steigt auf 3.300 Euro, die Ehrenamtspauschale auf 960 Euro jährlich. E-Sport wird künftig als gemeinnützig anerkannt, Olympiamedaillenprämien steuerfrei gestellt. Gewerkschaftsbeiträge und Spenden an Parteien werden steuerlich begünstigter, mit verdoppelten Höchstbeträgen.
Politischer Hintergrund und Kritik
Das Gesetz setzt das Sofortprogramm des Koalitionsausschusses um und wurde trotz Widerstands aus Ländern und Bundesrat verabschiedet, die Ausgleichszahlungen forderten. Kritik kam von Opposition, die umfassendere Reformen einfordert, während die Koalition auf kurzfristige Entlastungen setzt. Nächster Schritt ist die Zustimmung des Bundesrates.
Quellen
Bundestag beschließt umfangreiches Steuerpaket
Bundestag beschließt Steuerentlastung von rund fünf Milliarden Euro


