In der forensischen Klinik im Maßregelvollzug in Brandenburg an der Havel soll ein Kind schweren sexuellen Missbrauch erlitten haben. Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt gegen unbekannt wegen des Tatvorwurfs des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern. Der Vorfall, der sich offenbar vor mehreren Monaten ereignete, wirft ernste Fragen zur Sicherheit in solchen Einrichtungen auf.
Maßregelvollzug: Einrichtung für gefährliche Straftäter
Der Maßregelvollzug dient der Unterbringung psychisch kranker oder suchtkranker Straftäter, die nicht oder nur vermindert schuldfähig sind, darunter auch Sexualverbrecher. In Brandenburg an der Havel können bis zu 131 Patienten in der hochgesicherten Klinik betreut werden. Laut Medienberichten richtet sich der Verdacht gegen Patienten, nicht gegen Klinikmitarbeiter.
Chronologie der Aufdeckung und Ermittlungen
Das Brandenburgische Gesundheitsministerium wurde am 3. November über den „gravierenden Vorfall“ informiert und leitete unverzüglich Aufklärung ein. Am 4. und 6. November fanden vor Ort Prüfungen statt, am 10. November folgte eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft. Offen bleibt, wie das Kind in die gesicherte Einrichtung gelangte; aus ermittlungstaktischen Gründen geben Behörden keine weiteren Details preis.
Offene Fragen und Konsequenzen
Die Öffentlichkeit ist betroffen, da solche Skandale das Vertrauen in den Maßregelvollzug erschüttern könnten. Es wird gefordert, Sicherheitslücken schnell zu schließen und die Hintergründe vollständig aufzuklären. Die Ermittlungen laufen, weitere Informationen werden erwartet.
Quellen
Missbrauchsverdacht im Maßregelvollzug: Kind in Brandenburg soll Opfer geworden sein
Ermittlungen wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes in Maßregelvollzug Brandenburg
