Bei israelischen Luftangriffen auf Zelte mit Vertriebenen westlich von Khan Younis in der al-Mawasi-Region wurden fünf Palästinenser getötet, darunter zwei Frauen (46 und 30 Jahre), ein 36-jähriger Mann sowie zwei Jungen (8 und 10 Jahre). Mediziner des Kuwait-Feldlazaretts behandelten zudem 32 Verletzte, die aus dem al-Najaat-Lager geborgen wurden. Der Angriff erfolgte nach einem Hamas-Angriff auf israelische Soldaten in Rafah, bei dem fünf Soldaten verletzt wurden.
Israelische Begründung und Hamas-Reaktion
Die israelischen Streitkräfte gaben an, einen Hamas-Kämpfer eliminiert zu haben, und warfen Hamas einen Verstoß gegen den Waffenstillstand vor, der am 10. Oktober begann. Premierminister Benjamin Netanyahu versprach „entsprechende Maßnahmen“. Hamas verurteilte die Schläge als „barbarisch und wahllos“ sowie als Bruch des Waffenstillstands.
Hintergrund des Konflikts
Die israelische Offensive in Gaza folgte dem Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023, bei dem etwa 1.200 Israelis getötet und 251 entführt wurden. Das von Hamas geführte Gesundheitsministerium meldet über 70.100 palästinensische Tote seitdem. Seit dem Waffenstillstandsende wurden laut palästinensischen Angaben über 350 weitere Palästinenser getötet.
Quellen
Fünf Tote bei israelischen Luftangriffen auf Zelte in der Nähe von Khan Yunis, sagen Sanitäter
Israelische Drohnenangriffe töten 5 Menschen, darunter 2 Kinder, in al-Mawasi


