RSF-Miliz ruft einseitige Waffenruhe im Sudan aus

25/11/2025
1 Minute lesen
sudan rsf waffenruhe

Die paramilitärische Rapid Support Forces (RSF) haben eine einseitige dreimonatige humanitäre Waffenruhe im Sudan ausgerufen. RSF-Anführer Mohamed Hamdan Dagalo betonte, dieser Schritt erfolge als Reaktion auf internationale Vermittlungsbemühungen, die hauptsächlich von US-Präsident Donald Trump sowie weiteren Akteuren wie Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten initiiert wurden. Die Waffenruhe soll vor allem humanitäre Hilfe und Verhandlungen ermöglichen.​

Reaktion der Konfliktparteien

Die sudanesische Armee unter Führung von Abdel Fattah al-Burhan lehnte den von internationalen Vermittlern vorgeschlagenen Waffenstillstand erneut ab. Besonders strittig ist die Rolle der Emirate, denen vorgeworfen wird, die RSF mit Waffen zu unterstützen – ein Vorwurf, den die VAE zurückweisen. Die Armee verlangt den vollständigen Rückzug der RSF aus den von ihr kontrollierten Gebieten als Bedingung für eine Waffenruhe. Bislang gibt es keine öffentliche Stellungnahme des Militärs zur einseitigen Feuerpause.​

Hintergrund: Sudan im Bürgerkrieg

Seit April 2023 kämpfen im Sudan die reguläre Armee und die RSF-Miliz um die Kontrolle über das Land. Die Auseinandersetzungen haben zu Zehntausenden Todesopfern und einer verheerenden humanitären Krise mit über 21 Millionen akut Hungerleidenden geführt. Die jüngste Eskalation im Oktober 2025 brachte der RSF die Kontrolle über die letzte größere Stadt in Darfur, während Berichte über schwere Menschenrechtsverletzungen und Gräueltaten die internationale Diskussion prägten.​

Internationale Vermittlungsversuche

Mehrere Vermittlungsinitiativen wurden von den USA, Saudi-Arabien, Ägypten und den VAE ins Leben gerufen, mit dem Ziel einer Waffenruhe und anschließenden Friedensverhandlungen. Trotz Zustimmung der RSF zu einzelnen Vorschlägen kam es immer wieder zu neuen Angriffen und Rückschlägen im Friedensprozess. Die internationale Gemeinschaft fordert eine inklusive politische Lösung und effektiven Schutz der Zivilbevölkerung.​

Humanitäre Lage und Ausblick

Die humanitäre Lage bleibt weiterhin dramatisch: Millionen Menschen sind auf der Flucht, es herrscht Hunger und zivile Infrastruktur ist vielerorts zerstört. Die angekündigte Waffenruhe durch die RSF könnte kurzfristig Erleichterung bringen, sofern sie von beiden Konfliktparteien respektiert und von internationalen Vermittlern weiter begleitet wird. Die Zukunft des Landes hängt von nachhaltigen Friedensgesprächen und breiter internationaler Unterstützung ab.

​Quellen

RSF-Miliz ruft einseitige Waffenruhe im Sudan aus
RSF-Miliz ruft einseitig dreimonatige Waffenruhe aus

Lea Hoffmann

Lea Hoffmann

Ich bin Lea Hoffmann, leidenschaftliche Redakteurin bei Investorbit.de. Mit Begeisterung verfolge ich täglich die spannendsten Wirtschaftstrends. Mein Ziel ist es, komplexe Themen verständlich und frisch zu präsentieren. Ich liebe es, Leserinnen und Leser mit aktuellen News zu begeistern!

Nach oben gehen

Nicht verpassen!